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Damals und Heute

1976 – das Jahr, als eine herzliche Freundschaft begann

„1218 Kilometer nach Sant Angelo/Ischia“ steht auf einem Wegweiser, mitten im Herzen der Einkaufsstadt Waldkirchen im Unteren Bayerischen Wald angebracht. Und „1218 Kilometer nach Waldkirchen“ heißt es dort, wo im Hafen von Sant Angelo, dem malerischen Fischerort im Süden der italienischen Mittelmeerinsel Ischia, die Schiffe mit den Touristen anlegen, wo das ganze Jahr über tausende von Urlaubern flanieren und sich verwundert die Augen reiben über den orange-roten deutschen Wegweiser. Diese beiden Schilder sind die optischen Zeichen für eine Freundschaft, die 1976 ihren Anfang genommen hat.

Der damalige Bürgermeister von Serrara Fontana, einer kleinen Gemeinde auf der Sonneninsel Ischia im Golf von Neapel, also tief im Süden Italiens, hatte eine Deutsche geheiratet. Und deshalb suchten Dr. Antonio Zunta und seine Katrin eine Ferienwohnung in Deutschland. Sie kamen durch Bayern. Hier gefiel es ihnen. Und am besten in Waldkirchen. Sie kauften im Ferienpark Jägerwiesen ein Häuschen – und schauten bei Bürgermeisterkollegen Heinrich Schmidhuber im Rathaus vorbei. Zwei Bürgermeister – die gleiche Wellenlänge. Menschen, die sich mochten. Leute, die auch die Bevölkerung einbinden wollten in die neuen Bande.

So wurde ein Gegenbesuch gemacht – und die damaligen vier „Expeditionsteilnehmer“ waren begeistert von der Schönheit der Insel, der Herzlichkeit der Bewohner.

Für besonderes Aufsehen hat übrigens auch ein Geschenk gesorgt, das Bürgermeister Zunta der Stadt Waldkirchen gemacht hat: Ein Pony. „Bobby“ trabte zu Huf brav von Neapel bis in den Bayerwald, begleitet von einer Schar Journalisten und vielen Medienberichten.

Seither fahren Waldkirchner in den italienischen Süden. Im Sommer, versteht sich. Zu Sonne, Sand und Meer. Und die Ischitaner zieht es in den Bayerwaldwinter. In den Schnee, den sie nur von Bildern kennen.

1985 ist der Verein „Waldkirchen – Sant Angelo/Ischia“ gegründet worden. Von Heinrich Schmidhuber und Antonio Zunta. Dieser Verein wurde zur treibenden Kraft, dass Menschen zusammenkamen und die Freundschaft sich festigte. So sehr, dass am 12. Februar 1992 die damaligen Bürgermeister Rudolf Hettl und Dr.Luigi Jacono die offiziellen kommunalen Partnerschaftsurkunden unterzeichneten.

Heute hat es der „Ischiaverein“, der nun auf bayerischer Seite seit 2004 von Karl Traxinger und in Italien von Patrizia Zunta geführt wird, geschafft, dass sie alle in einem Boot sitzen: Leute der ersten Stunde, die langjährigen Ischia-und-Bayerwald-Fahrer, Familien, junge Leute, hier wie dort aus der ganzen Region kommend. Und noch immer steht die Freundschaft über 1218 Kilometer hinweg – und sie ist beileibe kein bisschen müde. Ganz im Gegenteil…….


Wenn Sie noch mehr darüber erfahren wollen, können Sie das Buch bei Herrn Max Ertl (Schuhaus Ertl) in Waldkirchen kaufen.

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